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Obacht beim Griaßgood!
GOTT IST BEI BEGRÜSSUNG UND ABSCHIED DABEI

Ob beim „Griaßgoodsong“(Begrüßung) oder „Pfiagoodsong“(Abschied) - da liabe Gott deaf oiwei (immer) dabei sei, wenigsdns de mehra Zeid (meistens). „Griaßgood“ statt „Grüßgott“ signalisiert: Ich rede Mundart. Vornehm wirkt das hauptstädtische „Grüß-Sie-Gott“ bzw. das legere „Griaß Eanagood“ oder „Griaß Eana“.

Ist man per Du, lautet der alltägliche Gruß „Griaßdi“ oder „Griaßdigood“. An mehrere: „Griaßtseich“, „Griaßtsengg“, zamtdem daß hier die Grammatik leicht verwackelt ist (auch: Griaßeich, Griaßengg, Griaßenk).

Obacht beim „Griaßdi“! Neueinwohner greifen es voreilig auf in der Annahme, die Einheimischen seien glücklich, geduzt zu werden. Hingegen passen die Tageszeitgrüße „Guadmoang“ bzw. „Guadmoing“ sowie „Guadnamd“ sowohl zur Sie- als auch zur Du-Anrede.

Das vertrauliche „Servus“ setzt wie „Griaßdi“ das Du voraus. „Grüßgott“ und „Pfiagott“ sind korrektes Hochdeutsch und passen auch, wenn das Gespräch nicht in der Mundart verläuft. Wer zu einem bayerischen Geistlichen „Fiagott, Herr Farrer“ sagt, ist dennoch vielleicht nicht auf ewig verloren.

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